Johannes Miklós

Johannes Miklós
Zukunfts-VISIONEN: Von der Leinwand zur Realität – wie Film und Serien uns auf Künstliche Intelligenz vorbereiten


"Ich strebe danach, besser zu sein, als ich bin", sagt Lt. Commander Data, während vor Gericht verhandelt wird, ob er eine Person ist oder Inventar (Star Trek: The Next Generation, ab 1987; Episode 1989). Ein "menschlich" wirkender Android, der "noch menschlicher" werden will – und heute Sprachmodelle, die klingen, als wollten sie es auch werden (oder nicht?). Auf diese Idee basiert das erste Kapitel: Sprache, Übersetzung und die brennende Frage, ob Violet Evergarden (2018) Gefühle versteht oder nur (nach Rückfragen und pseudo-Verständnis) umformuliert.
Fünfzehn Jahre nach Data wird der Ton etwas spöttischer. "Kann ein Roboter eine Symphonie schreiben?", fragt Detective Spooner – und der Roboter Sonny fragt zurück: "Können Sie es?" (I, Robot, 2004). Aus der rhetorischen Frage von damals ist (inzwischen) ein Markt geworden. Womit wir beim Lernen wären: Wall-E (2008), Der wilde Roboter (2024) – und daneben Systeme, die tatsächlich Walgesang entschlüsseln; Und beim Handeln: Chappie (2015), Terminator (1984), Asimovs drei Robotergesetze (1942), die es (vermutlich) nie gab, und der EU AI Act, den es gibt.
Bleibt die Frage, die alles Vorherige überdenkt. Morpheus stellte sie einst: "Was ist real? Wie definierst du ‚real'?" (Matrix, 1999). Blade Runner (1982) hatte sie schon siebzehn Jahre früher – nur ohne "Deepfakes".
Zehn Filme, jeweils direkt gegenübergestellt mit dem heutigen Stand von Forschung und Technik. Was existiert, was (vielleicht) nie – und was längst da ist, ohne dass wir es bemerkt haben.

Freitag, 4.9.2026, 16:45 - 18:15, FPR 2.1

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