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Abstract (de): |
Geschlechterstereotype sind vorgefasste Meinungen über ein bestimmtes Geschlecht. Diese Einstellung gegenüber den Geschlechtern führt zu Erwartungshaltungen, die von Mitgliedern des betreffenden Geschlechts oft erfüllt werden, da sie befürchten bei Nichterfüllung der Erwartung anderer, verurteilt zu werden. Diese „Gefahr“ wird in der Literatur als „Stereotype Threat“ bezeichnet. Je nachdem, wie die Stereotype wahrgenommen werden, können sie dazu führen, dass Frauen z.B. ihre berufliche Karriere dem anpassen, was sie glauben, dass von ihnen erwartet wird. Dies deckt sich nicht unbedingt mit der tatsächlichen Einstellung gegenüber Frauen und Männern. Ziel dieser Arbeit ist es daher, Antworten auf folgende Fragen zu finden: Wie hängt das eigene Geschlechterstereotyp mit dem wahrgenommenen zusammen? Welchen Unterschied gibt es bei der eigenen Einstellung und der wahrgenommenen Einstellung in Bezug auf Geschlechterrollen? Wie hängt der eigene bzw. der Bildungsgrad der Eltern mit der Geschlechterstereotypisierung zusammen? Wie hängen die Berufswahl und die Geschlechterstereotypisierung zusammen? Wie hängt das Streben nach einer Führungsposition mit der Geschlechterstereotypisierung zusammen? Wie hängen die wahrgenommene Stereotypisierung von Frauen mit der Rollenverteilung in der Herkunftsfamilie zusammen? Zur Beantwortung dieser Fragen wurde die Methode der quantitativen Fragebogenauswertung ausgewählt. Ein signifikantes Ergebnis konnte bei der Korrelation zwischen dem eigenen und dem wahrgenommenen Geschlechterstereotyp festgestellt werden. Außerdem zeigte sich, dass die wahrgenommenen Geschlechterrollen signifikant traditioneller sind als die eigenen. Weiters konnte gezeigt werden, je niedriger der Bildungsgrad von Männern ist, desto traditioneller sind diese in Bezug auf Geschlechterstereotype eingestellt. Aus den Ergebnissen kann schlussgefolgert werden, dass die Stereotype Threat weniger stark ausgeprägt ist, als die bisherige Forschung zeigt. Dies kann auf einen Wandel in der Gesellschaft hinweisen. |
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Abstract (en): |
Gender stereotypes are preconceived notions about a particular gender. This gender perspective leads to expectations that are often met by members of the gender concerned, as they fear that if they fail to meet others' expectations, they will be judged. This “danger” is called “stereotype threat” in a scientific context. Depending on how the stereotypes are perceived, they can make women e.g. adapt their professional careers to what they believe they are expected to. This does not necessarily coincide with the actual attitude towards women and men. It is therefore the aim of this work to find answers to the following questions: How does your own gender stereotype correlate with what you perceive? What difference is there between one’s own attitude and the perceived attitude towards gender roles? How is the parents' level of education or the own level of education in relation to gender stereotyping? How are career choices and gender stereotyping correlating? How is the pursuit of a leadership position correlating with gender stereotyping? How are the perceived stereotypes of women in relation to the role allocation in the family of origin? To answer these questions, the method of quantitative questionnaire evaluation was selected. A significant result was found in the correlation between one's own and the perceived gender stereotype. It was also shown that the gender roles perceived are significantly more traditional than the real ones. It was also possible to ascertain that the higher the level of education of men is, the more traditional they are regarding gender stereotypes. It can be concluded from the results that the stereotype threat is less pronounced than previous research shows. This can indicate a change in society. |