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Abstract (de): |
Schon lange spielt die Einflussverteilung in familiären Kaufentscheidungsprozessen im Rahmen der Planung von Marketingaktivitäten eine Rolle in Unternehmen. Diese Bachelorarbeit hat sich das Ziel gesetzt, die Forschungsfrage, wer in den verschiedenen Kaufentscheidungsphasen in Partnerschaften mehr Einfluss ausübt, anhand einer Literaturanalyse zu beantworten. Im ersten Teil werden allgemeine Kaufentscheidungen abgebildet, sowie im Anschluss daran klassische Modelle familiärer Kaufentscheidungen dargestellt, welche sich nach Art der Klassifizierung deutlich unterscheiden. Im zweiten Teil werden zunächst die Veränderungsprozesse wie die steigende Arbeitstätigkeit von Frauen und die damit verbundene Änderung der Ressourcenbeiträge, die sich auf sowohl Gleichberechtigung und Geschlechterrollen, sowie auf Familienmodelle auswirken, beleuchtet. Weiters wird die Einflussverteilung in Abhängigkeit verschiedener Parameter wie Geschlecht, Beziehungsqualität, Ressourcenbeiträge der Partner_innen, Erwerbstätigkeit, Produkttyp, Entscheidungsphasen sowie Sachwissen dargestellt. Abschließend werden die Ergebnisse der Literaturrecherche analysiert und diskutiert, sowie versucht, etwaige Einflussverschiebungen aufgrund der Veränderungsprozesse zu identifizieren. Die Literaturanalyse zeigt, dass in Kaufentscheidungen ein starker geschlechtsspezifischer Einfluss analog der klassischen Rollenverteilung vorherrscht. Diese Rollenspezifizierung tritt vermehrt in der Phase der Informationssuche auf. Der Einfluss in den Kaufentscheidungsphasen differiert dahingehend, dass der Anteil an synkratischen Entscheidungen, bei denen beide Partner_innen gleichviel Einfluss haben, von der Bedarfsfeststellung zur Informationssuche abnimmt und in der finalen Kaufentscheidung wieder zunimmt |
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Abstract (en): |
For a long time, the distribution of influence in family purchase decision-making processes has played a role in companies as part of the planning of marketing activities. The aim of this Bachelor thesis is to answer the research question of who has more influence in partnerships during the various phases of the decision-making process by means of a literature analysis. In the first part, general purchasing decisions are depicted, followed by classical models of family purchase decisions, which clearly differ according to the type of classification. The second part examines the change processes, such as women's growing work and the resulting change in resource contributions, which affect both equality and gender roles, as well as family models. Furthermore, the influence distribution is depicted in dependence on various parameters such as sex, relationship quality, partner contributions, employment, product type, decision phases, and knowledge. Finally, the results of the literature research are analyzed and discussed, as well as attempts to identify possible shifts in influence due to the change processes. The literature analysis shows that in purchasing decisions a strong gender-specific influence prevails analogous to the classical role allocation. This role specification occurs increasingly in the information search phase. The influence in the decision-making phases differentiates the fact that the proportion of syncratic decisions, in which both partners have the same influence, decreases from identifying need to the information search and increases again in the final purchase decision. |