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Titel: |
Die Auswirkung von sprachlichen Formulierungen und der Nennung von Rollenvorbildern in Stellenanzeigen auf die Attraktivitätswahrnehmung von Bewerber:innen. Eine quantitative Untersuchung. |
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AutorIn: |
Barbara Lange-Zehenthofer |
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Typ: |
Masterarbeit
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ÖFOS 2012 Code: |
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Institution: |
Ferdinand Porsche FernFH, Wiener Neustadt, WPMA |
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Betreuung: |
Anahid Aghamanoukjan |
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Datum: |
2024 |
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Abstract (de): |
In Branchen, die von Männern dominiert werden, finden sich häufig stereotyp männliche Formulierungen und männliche Rollenvorbilder in Stellenanzeigen. Diese können Frauen potenziell davon abhalten, sich für diese Positionen zu bewerben, da sie sich möglicherweise nicht als geeignet für diese Stellen betrachten. Dies trägt zur Aufrechterhaltung der Geschlechtersegregation auf dem Arbeitsmarkt bei. Diese Masterarbeit untersucht, ob stereotype Formulierungen und das Vorhandensein geschlechtergerechter Rollenvorbilder in Stellenanzeigen die Attraktivität dieser Anzeigen beeinflussen. In einer experimentellen Vignettenstudie wurden 159 Personen befragt, die die Voraussetzungen für eine mögliche Eintragung in die Liste der Rechtsanwaltsanwärter:innen bei der österreichischen Rechtsanwaltskammer erfüllten. Den Teilnehmenden wurden hypothetische Stellenanzeigen für diese Position eines:einer Rechtsanwaltsanwärter:in präsentiert, die sich in den geforderten Eigenschaften und den genannten Rollenvorbildern unterschieden. Die Teilnehmenden wurden gebeten, die Attraktivität der Stellenanzeigen einzuschätzen. Im Gegensatz zu früheren Studien konnte diese Untersuchung keine statistisch signifikante Evidenz dafür finden, dass Frauen stereotyp weibliche Formulierungen oder weibliche Rollenvorbilder in Stellenanzeigen attraktiver finden. Allerdings bestätigte die Studie vorherige Ergebnisse, dass die Nennung männlicher Rollenvorbilder und die Forderung nach stereotyp maskulinen Formulierungen keinen Einfluss auf die Wahrnehmung der Attraktivität von Stellenanzeigen für Männer haben.
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Abstract (en): |
In male-dominated industries, stereotypically male wording and male role models are often found in job advertisements, which could potentially discourage women from applying for these positions as they may not consider themselves suitable for these jobs. This contributes to the perpetuation of gender segregation in the labor market. This master's thesis investigates whether stereotypical wording and the presence of gender-equitable role models in job advertisements influence the attractiveness of these advertisements. In an experimental vignette study, 159 people were interviewed who met the requirements for possible registration on the list of associates at the Austrian Bar Association. The participants were presented with hypothetical job advertisements for the position of an associate, which differed in terms of the required characteristics and the role models mentioned. Participants were asked to rate the attractiveness of the job advertisements. In contrast to previous studies, this study found no statistic significant evidence that women find stereotypically female wording or female role models in job advertisements more attractive. However, the study confirmed previous findings that the naming of male role models and the demand for stereotypically masculine formulations have no influence on the attractiveness of job advertisements for men.
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Keywords (de): |
Gender Gap, Sprache, Stereotype, Recruiting, Stellenanzeigen, Diskriminierung, geschlechtergerechte Formulierungen, Gender-Fair Language, Rollenvorbilder, Anwaltschaft Österreich, quantitative experimentelle Vignettenstudie |
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Keywords (en): |
gender gap, language, stereotypes, recruiting, job ads, discrimination, gender stereotypical wording, gender-fair language, role models, Austrian advocacy, quantitative vignette study |
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WPMA_JG22_Barbara Lange-Zehenthofer.pdf |
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